25. Mai 2009

Episoden

Greta wollte letztens hinten im Auto auf diesem ausklappbaren, eigentlich eher behelfsmäßigem Kindersitz sitzen, was wir ihr auch gestatteten. Sie nahm allerdings nur mit einer Pobacke Platz und purzelte dann entsprechend auch seitlich herunter, was recht lustig aussah. Auf meinen Kommentar "Nee, sah gut aus" parierte sie "Ja, cooler Trick, ne?".
Vor zwei Wochen etwa hörten wir auf dem Weg zum Schwimmbad im Auto Radio. Es lief Lady Gaga mit Pokerface. Greta hörte offenbar gerne zu, denn sonst beschwert sie sich gerne mal, dass ich Kindermusik anmachen soll. Plötzlich fragte sie, ob ich verstehen könnte, was da gesungen wird. Ich antwortete mit ja und dass das Englisch sei. Greta entgegnete sofort "das möchte ich auch lernen". Den Gefallen wollen wir ihr natürlich auch gerne tun. Bin gespannt, wie das dann funktioniert.
Mit links und rechts habe ich mich selbst als Kind lange schwer getan, soweit ich mich erinnere. Samstag morgen saß ich mit Greta im Wohnzimmer und sie hatte zwei Kuscheltücher (auch als Stoffwindeln bekannt) in ihren Händen. Sie hielt beide hoch und fragte mich, welches ich möchte. Darauf wünschte ich mir das rechte und bekam zielgerecht umgehend tatsächlich das rechte ausgehändigt. Das Ganze habe ich am Samstag Abend und Sonntag Mittag nochmals in anderer Situation getestet und jedes Mal passte Gretas Reaktion, sodass ich mir ziemlich sicher bin, dass sie ernsthaft weiß wo rechts und links ist.

8. Mai 2009

Harren der Dinge

Greta hat es realisiert - es wird so langsam alles anders und das Geschwisterchen wirft offenbar schon einen langen Schatten auf sie. Nicht, dass Greta sich demonstrativ schon gegen den Nachwuchs aufstellt. Nein, das ist es nicht, da kommen sogar eher mal persönliche Liebesbekundungen in Richtung Simones Bauch oder die Einbindung in Kitzelattacken. Man merkt an mehreren Fakten trotzdem, dass es sie enorm beschäftigt. Sie nimmt es zum Teil spät mit ins Bett und steht morgens schon wieder damit auf. Macht das Baby dies, macht es das? Was kann es, was nicht? Sie merkt, dass es jetzt schon in ihrem eigenen Leben einen Platz einnimmt und das dann wohl auch bei Mama und Papa so sein wird. Letztlich werden wir alle drei eine neue Balance suchen müssen, die allen vieren gerecht wird. Diese Balance verändert sich natürlich heute schon mit jedem fortschreitenden Tag der Schwangerschaft. Da muss Greta auch bevor das Geschwisterchen greifbar und fassbar ist zurückstecken. Das tut weh, ist verständlich.
Gretas neues Zimmer ist nun aufgestellt, mittlerweile dank Simone auch perfekt dekoriert und Greta bereits erfolgreich umgezogen. Ich kann die Firma Möbelhaus Skandinavia aus Krefeld als Ansprechpartner nur wärmstens empfehlen. Da wird man wirklich perfekt behandelt und fühlt sich als Kunde ernst genommen. Wer will bei einer Anfrage nach 20 Einzelteilen, perfekt mit Bestellnummer aufgeführt schon den Listenpreis vom Möbelhaus zurück bekommen, wenn er nach einem guten Preis fragt..? Und was einem dann mitunter als Angebot verkauft werden soll, ist manchmal schon eher eine Frechheit. Life Time heißt übrigens der Hersteller. Wir sind absolut zufrieden, was man heute so beurteilen kann. Ich pack bald mal ein paar Fotos rein. Und Greta fühlt sich wohl.

18. März 2009

Der Wille zählt

Greta hat eine Unart - sie fängt wirklich oft wegen des kleinsten Pupses an zu knatschen. Nun haben wir ihr mittlerweile klarzumachen versucht, dass sie nichts mehr erfüllt bekommt, wenn sie dabei knatscht. Und siehe da, auch wenn es ihr manchmal auf lustige Art absolut schwer fällt und auch manchmal noch so ein kleines Wimmern rausrutscht, fragt sie halbwegs normal, ob SIE z.B. die Milchtasse zum Tisch tragen darf oder so belangloses Zeugs. Was immer noch nicht gut klappt, ist, dass sie manchmal einfach genau den falschen von uns beiden für irgendeine Aktion haben will - klassischer Fall, das Anziehen. Da haben wir den Dreh noch nicht gefunden.
Eine Anekdote noch von Rossmann. Simone legt sechs von den Doppelpacks Trinkmahlzeit an die Kasse und klärt mit der Verkäuferin, dass es halt sechs VPEs sind. daraufhin ruft Greta dazwischen: Nein, es sind zwölf Päckchen. - Ich glaube nicht an schon entwickelte Rechenkünste, aber sie hat wohl zumindest irgendwann die Päckchen korrekt abgezählt.
Neuerdings gibt es bei Greta auch keine strikte Trennung zwischen klein und groß mehr beim Toilettengang. Das reduziert die Termine dort immerhin um ca. 25%. Dennoch will sie, egal wo wir sind, meistens ein mal mit Mama und ein mal mit Papa auf die öffentlichen Klos. Dann kommt auch immer direkt die Analyse. Hier hängen drei Becken und eine Toilette, bei Mama waren es drei Toiletten und keine Becken.

9. Februar 2009

Entertainment

Greta hat mitunter ein sehr einnehmendes Wesen. Am Freitag waren wir im Reisebüro und Greta lief da so als freies Radikal herum, während wir uns informierten. Kam jemand herein, bot sie eigeninitiativ direkt Plätze an (Ihr könnt hier sitzen). Sie quasselte und spielte Fußball mit dem Junior des Chefs, bekam ein eigenes TUI-Namensschild und plauderte mit dem Chef bald eine Viertelstunde lang aus dem Nähkästchen. Der weiß jetzt mindestens, dass Papa schnarcht...keine Ahnung, was noch - was vielleicht auch besser so ist...
Beim Schwimmen habe ich letztes mal mit Patenonkel Stefan einen Trick gefunden, wie man Greta zum Schwimmen im großen und tiefen Außenbecken bringt. Der funktioniert allerdings nur bei den aktuellen Außentemperaturen. Dazu muss man wissen, dass Greta das kühlere Wasser im großen Becken total abschreckt und normalerweise zu großem Palaver führt, wenn man sie dort mit rein nehmen will. Jetzt war es aber so, dass wir Stefan am Fenster von innen gesucht haben, nachdem er raus geschwommen war. Als wir ihn entdeckt hatten, fragte ich Greta, ob wir zu ihm gehen sollten. Sie sagte ja, ich riss die Tür auf und wir gingen die fünf Schritte draußen bei einer Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt. Das führte dazu, dass Greta sozusagen schockgefrostet war und sehr gerne mit mir in das (dann gefühlt) sehr warme Wasser eintauchte. Von da an blieb sie sogar gerne draußen. Das funktionierte dann gestern wieder, diesmal auch ohne Stefan. Kalt Abduschen war übrigens keine Option mehr (die hatte ich schon mal gezogen), da sie vor der Dusche schon ein Heidengezeter startete, weil sie genau wusste, was sie dort erwartet.

26. Januar 2009

Up to date bleiben...

...kann man hier auch in normalen Browsern aktivieren. Man sieht dann recht schnell, ob es was Neues gab. RSS- oder Atom-Feed heißt das dann. So ganz durchdrungen habe ich das noch nicht, aber die Funktion prinzipiell getestet habe ich jeweils im aktuellen Internet Explorer und im Firefox. Der Kniff läuft über so ein kleines orangenes Symbol.
Hier ist es:

Schub

Es geht nicht mehr - tatsächlich. Wenn Greta über Tag schläft, wird der Abend mit 99%iger Sicherheit eine absolute Katastrophe. Im Moment ist es zwar gelegentlich sehr schwierig, Greta unter der ein oder anderen Randbedingung am Nachmittag wach zu halten, aber es zeigt sich, dass selbst eine Viertelstunde Schlaf dafür sorgt, dass sie vor 22 Uhr gar nicht erst ans nächtliche Schlafen denken will. Also muss sie (und wir mit) jetzt da durch. Keine Pause mehr über Tag, dafür mehr und früher Ruhe am Abend.
Tja - Dopey liegt beerdigt unter dem Rasen und ich hatte nicht den Eindruck, dass Greta jetzt eine bessere Vorstellung vom Sterben hat. Allerdings hat sie auch keine Fragen mehr gestellt oder auch irgendwas gesagt, was darauf hindeutet, dass sie es nicht verstanden hat. Es muss also vorerst ungeklärt bleiben.
Gerade mal vor vier Wochen hatte ich hier was von 91,5 cm geschrieben, die Greta groß wäre. Das ist absolut überholt, denn jetzt stehen schon 94 cm zu Buche. Das erklärt auch ihren aktuell nahezu grenzenlosen Appetit. Die 40 Zoll (101,6 cm) für Disney's nächste Freigabe-Stufe kommen immer näher.
Unterhaltungen mit Greta werden aktuell auch immer interessanter, da sie schon sehr viele Verknüpfungen zu anderen Themen und eigenen Erinnerungen bilden kann. Auch das Verständnis, dass manche Dinge für sie Konsequenzen haben, scheint sich zu erweitern. Da wo sie früher einfach weiter gemacht hat, über die Stränge zu schlagen, denkt sie heute schon mal nach, ob ihr das die Konsequenz wert ist und entscheidet sich sogar meistens zum Einlenken.
Lenken ist ein gutes letztes Stichwort für heute. Wir haben das kleine Motorrad erst mal aus Gretas Programm genommen, auch wenn sie es so sehr liebt. Sie soll sich langsam an ihr Laufrad gewöhnen, um irgendwann den Schritt zum richtigen Fahrrad leichter machen zu können. Nach ein wenig Gemoser funktioniert das Laufrad-Fahren aber immer besser und ich bin positiver Dinge, dass sie sich irgendwann auch in das Microbike verliebt.

13. Januar 2009

Dopey

Unser Kaninchen Dopey ist recht plötzlich gestorben. Greta hat das mitbekommen aber noch nicht wirklich verstanden. Ihr ist die Bedeutung des Sterbens nicht so richtig klar, denke ich. Momentan liegt der Kleine noch im Käfig in der Garage, weil der Boden bis gestern noch steinhart gefroren war und er ja nach 10 Jahren ein ordentliches Grab als Familienteil erhalten soll. Vielleicht realisiert Greta mit dem Begräbnis in Kürze dann besser, was es bedeutet. Ich werde berichten.
Greta hat eine heftige Grippe (offenbar der schon berühmte Brisbane Virus) hinter sich gebracht, die auch mich ordentlich erwischt hatte. Zum Glück war Simone offenbar imun und konnte den Laden zu Beginn des neuen Jahres aufrecht halten.
Noch was Lustiges - Greta wollte vorgestern das neue Buch mit Conni und dem Hasen-Weihnachten vorgelesen bekommen. Gemeint war natürlich Conni und Ostern. ;-)